Das „MussDarfNicht-Syndrom“

Das sog. „MussDarfNicht-Syndrom“ bezeichnet einen Zustand des ständigen Gedankenkreisens ohne Lösungsmöglichkeit aufgrund bestimmter subjektiver (Soll-)Vorstellungen, die das Weiterarbeiten des Lösungsprozesses blockieren.

Die Verarbeitung Ihres Problems hat sich ‚aufgehängt’ in einer Art ‚Dauer-Denk-Schleife‘.

So können Sie zu keiner Lösung kommen.

Die subjektive Vorstellung, dass etwas Bestimmtes nicht passieren darf oder unbedingt sein muss, hält Sie in bestimmten inneren Konfliktsituationen von einer Lösung des Problems oder einem Weiterkommen fern.

Das können Gedanken sein, wie
„So darf ich nicht denken!“
„Ich muss das aber schaffen!“ respective „Es darf nicht sein, dass ich das nicht schaffe!“
„Es darf nicht sein, dass das und das passiert!“
„Ich muss einen guten Eindruck machen!“
„Die anderen dürfen nicht schlecht von mir denken!“
„Es muss funktionieren!“
„Wenn ich das nicht so und so hinbekomme, dann passiert etwas Schlimmes und das darf auf keinen Fall geschehen!“
etc.

Diese subjektiven inneren Sollvorstellungen sind meist mit noch tiefer sitzenden weiteren subjektiven Vorstellungen verbunden, die wiederum an unangenehme Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, Bilder, Geräuschen etc. gekoppelt sind.
Diese gilt es mit Hilfe der Introvision zu erkennen, aufmerksam wahrzunehmen, zu entschlüsseln und bestenfalls auf zu lösen.

(Wagner, A. C. (2011). Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte. 2. vollst. überrag. Auflage, Kohlhammer)